Eines der wichtigsten technischen Bauteile bei einem Elektroroller sind die Akkumulatoren, oder kurz „Akkus“ genannt. Zwar hat auch ein Roller mit Verbrennungsmotor in der Regel eine Batterie, diese dient jedoch ausschließlich zum Starten beziehungsweise zum Speichern von etwas Energie für den Betrieb der Lichtanlage und ähnlichem.
Bei einem Elektroroller stellen die Akkus jedoch das entscheidende Bauteil dar. Sie speichern die Energie, welche von außen zugeführt wird und stellen sie dem Elektromotor zur Verfügung. Dadurch kann dieser effektiv arbeiten. Die Akkus sind bei einem Elektroroller also vergleichbar mit dem Kraftstoff, welcher für den Antrieb eines Roller mit Verbrennungsmotor sorgt.
Aus diesem Grund sollte auf die Qualität der Akkus bei einem Elektroroller besonderer Wert gelegt werden. Sie bestimmen zum einen die Reichweite des Rollers, zum anderen tragen sie entscheidend zur Lebensdauer der gesamten Technik bei. Aus dem asiatischen Raum kommen beispielsweise immer noch Elektroroller in Massen zu uns, die mit veralteten Nickel-Akkus betrieben werden. Abgesehen davon, was diese Akkus kaum umweltfreundlich herzustellen sind, weisen sie meist eine nur sehr geringe Reichweite auf und besitzen außerdem den so genannten Memory-Effekt. Dieser Effekt sorgt dafür, dass der Akku nicht unbegrenzt wieder aufgeladen werden kann, da er mit jedem Lagervorgang etwas von seiner Kapazität verliert.
Der Austausch von Akkus ist bei einem solchen Modell also bereits vorprogrammiert. Da aber die Akkus in der Regel die größte Kostenposition bei einem Elektroroller ausmachen, lohnt sich der Austausch bei einem Elektroroller aus Fernost in vielen Fällen nicht. Der ganze Roller lebt in diesem Fall also nur so lange, wie die Akkus das zulassen.
Ganz anders bei den modernen europäischen Produkten. Hierbei kommen zumeist deutlich weiterentwickelte Akku-Modelle zum Einsatz, die zum Beispiel mit dem Einsatz von Lithium gefertigt wurden und daher wesentlich langlebiger sind. Auch den Memory-Effekt weisen diese Akkumulatoren nicht mehr auf. In Bezug auf die Reichweite des Elektrorollers weisen moderne Akkus außerdem wesentlich bessere Werte auf. Eine Reichweite von bis zu 150 Kilometer ist heute schon bei vielen Modellen erzielbar, für die Zukunft mit diesen noch wesentlich größer ausfallen.
Da in Deutschland die Mobilität mittels Elektrofahrzeugen noch in den Kinderschuhen steckt, ist das Netz an so genannten Stromtankstellen noch äußerst dünn gewebt. Für die nächsten Jahre ist hier eine deutliche Verbesserung zu erwarten, und irgendwann werden überall in Deutschland solche Stromtankstellen zu finden sein.
Bis dahin allerdings sind die Besitzer von Elektrofahrzeugen in der Regel selbst gefordert. Die meisten laden ihr Fahrzeug direkt von zuhause auf und sind darauf angewiesen, dass die Reichweite so bemessen ist, dass sie auch wieder zuhause angekommen, bevor sie die Akkus das nächste Mal aufladen müssen.
Es hängt also alles an diesen kleinen Stromspeichern. Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass Sie als Verbraucher einen Überblick über die am Markt befindlichen Akkumodelle bekommen, um anschließend den besten Kompromiss aus Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit auszuwählen. Wichtig zu wissen ist, dass die Qualität eines Akkumulators nicht ausschließlich anhand seiner Leistung, das heißt an der Stromabgabe, gemessen werden kann. Fast ebenso wichtig ist die maximale Anzahl der Ladezyklen, die der Akku ohne Leistungseinbußen gewährt. Hier geraten insbesondere die ganz alten, noch mit dem Werkstoff Blei arbeitenden Akku-Typen ins Hintertreffen, da diese den so genannten Memory-Effekt aufweisen, der dafür sorgt, dass bereits nach einer relativ geringen Anzahl von Ladevorgängen nicht mehr die volle Akkuleistung zur Verfügung steht. Modernere Akkus weisen diesen Effekt nicht auf und können daher wesentlich öfter geladen werden, ohne dass die Qualität des Akkus darunter leidet.
Dabei muss man sich jedoch darüber im Klaren sein, dass die Qualität der Akkus in einem Elektroroller entscheidend für den Preis des gesamten Fahrzeugs verantwortlich ist. Leider sind die leistungsstärksten Akkus heute immer noch fast unbezahlbar teuer, so dass man sich bei einem Elektroroller zumeist mit etwas einfacheren Akkutypen begnügen muss. Trotzdem gibt es auch hier große Unterschiede, die wir Ihnen im Folgenden etwas näher erläutern möchten.
Hier die Kurzlinks zu den Akkumodellen:
Blei-Gel-Akku
Blei-Vlies-Akku
Lithium-Ionen-Akku
NiCd- / NiMH-Akkus